Kürbiskerne als Unterstützung bei Histamintoleranz

Kürbiskerne und Histamin - das musst du wissen!

17. März 2021   Martin Ostermaier
Artikel   Kürbis, Kürbiskerne, histaminintoleranz, histamin

Kürbiskerne - natürliche Histaminsenker

Knabberkerne, die nicht nur schmecken, sondern fast wie natürliche Antihistaminika wirken

Es juckt dich, die Migräne wirst du irgendwie nicht los, Herzrasen und dein Blutdruck hat auch irgendwie einen seltsamen Tag. Die Welt ist irgendwie grau und mit dem "gesunden Schlaf" ist das auch so eine Sache... So oder so ähnlich fühlen sich oft Menschen, die an einer Histaminintoleranz leiden.
In unserer Praxis für Stoffwechsel- und Hormontherapie betreuen wir seit vielen Jahren Menschen, die an dieser Störung des Stoffwechsels leiden.
Hier können wir beobachten, dass immer mehr Menschen unter diesem Problem leiden. Dabei sind die Ursachen oft sehr vielfältig.
Aber heute geht es mir vor allem darum, dir leckere Knabbereien ein bisschen näher zu bringen, die nicht nur deinen Körper mit wichtigen Mineralstoffen versorgen, sondern aufgrund ihrer Inhaltsstoffe fast schon als natürliche Antihistaminika einzustufen sind: Kürbiskerne (oder bei Leobellvis sogar: Steierische Kürbiskerne).

Histamin und Histamintoleranz - das Wichtigste in Kürze

Falls dir Histamin oder Histaminintoleranz noch kein Begriff ist, du aber die oben beschriebenen Symptome bei dir wiedererkennst, ein paar wichtige Basisinformationen, die du unbedingt wissen solltest.

Histaminintoleranz - ein Chamäleon der Stoffwechselstörungen

"Chamäleon der Stoffwechselstörungen" oder "Meister der Tarnung" - so könnte man eine Histaminintoleranz bezeichnen. Warum? Eine Histaminintoleranz "versteckt" sich oft über Jahre hinter verschiedensten Symptomen. Dabei sind die Symptome von Mensch zu Mensch oft auch noch sehr unterschiedlich und variieren teilweise sogar täglich.
Die Leidensgeschichte von betroffenen Menschen mit Histaminintoleranz ist deswegen oft langfristig. Gleichzeitig erhöht sich der Leidensdruck noch, da man als betroffener Mensch schnell in die "psychosomatische Ecke" gestellt wird.

Was genau ist dieses Histamin?

Histamin zählt zu den Gewebshormonen und ist zunächst ein sogenanntes "biogenes Amin", das für uns Menschen lebensnotwendig ist. Aus diesem Grund kann es der Körper aus der Aminosäure "Histidin" selbst bilden.
Ohne Histamin wäre unser Körper weder in der Lage Magensäure zu bilden, den Blutdruck zu regulieren, noch ein funktionierendes Immunsystem aufbauen. Denn ohne Histamin können weiße Blutkörperchen die Blutgefäße nicht verlassen, um einen Erreger an einer frischen, evtl. nicht blutenden Wunde zu bekämpfen. Aber auch für die bei für Reparaturprozesse wichtigen Entzündungen spielt Histamin eine zentrale Rolle.

Histamin und Allergien

Allergiker kennen Histamin oft als Auslöser von Juckreiz, Rötungen, geschwollenen Augen, verstopfter Nase und vielem mehr.  Aber: es steckt noch mehr dahinter.
Denn der "Strauß" an möglichen Symptomen ist noch viel größer. Solltest du also unter unerklärlichen Symptomen, die eventuell auch immer mal wieder wechseln, an Befindlichkeitsstörungen bis hin zu Depression oder Burnout oder als Frau an unerklärlichen Menstruationsbeschwerden leiden, dann solltest du in jedem Fall auch mal in Richtung Histaminintoleranz denken. In unserer Praxis beraten wir dich dazu gerne.

Kürbiskerne - weg mit Histamin

Nach diesem kleinen Exkurs rund um das Thema Histaminintoleranz, zurück zu den schmackhaften Kürbiskernen.
Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass Menschen mit einer Histaminproblematik häufig auf der Suche nach natürlichen Wegen sind, um ihren Histaminspiegel zu senken.
Das macht auf jeden Fall Sinn, denn übliche Antihistaminika, die man zum Beispiel in der Apotheke als Heuschnupfenmittel findet, verdecken zwar kurzzeitig einen Teil der Symptome, führen aber auf der anderen Seite auch dazu, dass sich dein Körper langsam an den Wirkstoff gewöhnt.
In der Folge steigt der Bedarf nach höheren Dosierungen. Darüber hinaus kann es  durch die Arzneimittel auch zu einer Blockade des Histaminabbaus kommen.

Warum Arzneimittel nicht immer eine Lösung sind

In Wirklichkeit handelt es sich bei den bekannten Medikamenten nicht um Antihistaminika, sondern lediglich um Histaminrezeptor-Blocker.
Das bedeutet, dass das problemverursachende Histamin weiter in deiner Blutbahn unterwegs ist und lediglich nicht an die Rezeptoren andocken kann. Sobald die Wirkung der Tabletten nachlässt, kann es daher sein, dass die Symptome unverändert wieder auftauchen.
Dass oft nur ein kleiner Teil der Symptome durch die Einnahme von Antihistaminika verschwindet, liegt insbesondere daran, dass unser Körper nicht nur einen Rezeptor (also Aufnahmepunkt) für Histamin hat, sondern gleich vier verschiedene. Dabei hat jeder Rezeptor verschiedene Aufgaben.
Das ist auch der Grund dafür, dass Symptome sehr unterschiedlich ausfallen können, je nachdem welcher Rezeptor sich gerade angesprochen fühlt. Die üblichen, frei verkäuflichen, Antihistaminika blockieren in der Regel nur den sogenannten "H1-Rezeptor". Die übrigen drei Rezeptoren bleiben aktiv.

Histaminspiegel - lieber senken als blockieren

Zusammengefasst ist es deutlich sinnvoller, den Histaminspiegel natürlich zu senken als pharmakologisch lediglich einige Symptome zu unterdrücken.
Wie so oft kommt uns hier die Natur zu Hilfe - unter anderem mit steierischen Kürbiskernen.

Mineralstoffe "bringen's"

Nach Milionen von Jahren der "Entwicklung und Produktenwicklung" hat die Natur es für uns Menschen so eingerichtet, dass sich unser Körper oft selbst zu helfen weiß, wenn wir ihm die Möglichkeiten dazu geben und die Voraussetzungen in Form einer ausreichenden Versorgung mit Mikronährstoffen schaffen.
Gerade Mineralstoffe haben ein beeindruckendes Potential aufzuweisen. Darum habe ich für dich hier die wichtigsten zusammengefasst. Keine Überraschung: diese kommen auch in Kürbiskernen in großzügigen Mengen vor.

Magnesium

Der Tausendsassa unter den Mineralstoffen. Magnesium, ist nicht nur dafür verantwortlich, dass wir keine Wadenkrämpfe bekommen. Magnesium kontrolliert auch rund 80% unserer Stoffwechselprozesse. Es verwundert also nicht, dass Magnesium auch im Bereich des Histaminstoffwechsels eine zentrale Rolle übernimmt.
Bereits 1987 konnte in einer Studie nachgewiesen werden, dass eine Unterversorgung mit Magnesium bei Ratten zu einer reduzierten Aktivität des histaminabbauenden Enzyms Diaminoxidase (DAO) führt.
Der Grund dafür: Magnesium gewährleistet die Funktion eines weiteren Enzyms. Ohne eine ausreichende Funktion der sog. Aldehyddehydrogenase würde es beim Histaminabbau zum Stau kommen und der Körper würde als Reaktion darauf den Histaminabbau drosseln. Das führt wiederum dazu, dass unangenehme Symptome weiter bestehen bleiben.
Ein Tipp dazu: Acetaldehyd ist auch der Stoff, der nach einer durchfeierten Nacht den "Kater" verursacht. Magnesium kann also auch hier helfen, die Katerzeit zu verkürzen, vor allem dann, wenn du deinen Magnesiumspiegel durchgehend im oberen Normbereich hältst.

Magnesium - woher nehmen?

Wo bekommst du Magnesium in ausreichenden Mengen her? Na ja, zum einen tatsächlich aus Kürbiskernen. Kürbiskerne sind tatsächlich reich an Magnesium. Etwa 285mg befinden sich in 100g der dunkelgrünen Powerkerne. Das entspricht immerhin bereits 76% der empfohlenen Tagesmenge.
Bestimmt interessiert es dich auch, dass Magnesium auch in den Bereichen Stressresistenz und Energieproduktion unterstützt.
Sportler und die unter uns, die viel "Kopfarbeit" leisten, haben übrigens einen deutlich erhöhten Magnesiumbedarf. Hier kann es sinnvoll sein, nicht nur Kürbiskerne zu knabbern, sondern auch mit professionellen Produkten (wie z.B. dem Leobellvis Magnesium 251 organisch) für einen ausreichend hohen Magnesiumspiegel zu sorgen. In jedem Fall aber vor der nächsten Party!

Zink und Calcium

Zink und Calcium sind ein eingespieltes Team, wenn es darum geht, Histaminfreisetzung in den sogenannten Mastzellen zu reduzieren. Aber nicht nur das. Zink sorgt als wichtiger Baustein der Schleimhäute auch für einen gesunden Darm und unterstützt unser Immunsystem.
Gleichzeitig reguliert Zink auch noch unseren Blutzucker und sorgt dafür, dass wir durch eine ausreichende Energieproduktion und ein ausgeglichenes Hormonsystem belastbarer werden. Mehr Belastbarkeit bedeutet weniger Stress, weniger Stress bedeutet weniger Histamin.
Äh - und Kürbiskerne? Kürbiskerne enthalten 10mg Calcium und 6,15mg Zink je 100g. Wenn dein Zinkbedarf trotzdem noch etwas im Keller hängt, dann hilft zum Beispiel Leobellvis Cistus 365.

Mangan

Mangan wird häufig übersehen - dabei ist es extrem wichtig! Warum eigentlich? Mangan ist zentraler und extrem wichtiger Bestandteil des körpereigenen Schutzsystems gegen oxidativen Stress. Oxidativer Stress entsteht dann, wenn in unserem Körper mehr freie Radikale zirkulieren, als dieser unschädlich machen kann.
Ist dies der Fall, dann sehen wir nicht nur schneller - im wahrsten Sinne des Wortes - "alt" aus, sondern unsere Zellen verlieren tatsächlich früher die Fähigkeit sich zu regenerieren als das eigentlich vorgesehen wäre.
Als Folge werden die Haare früher grau, Falten entstehen und auch die Lebenszeit unserer Organe, Muskeln und des Gehirns wird reduziert. Oxidativer Stress lässt uns aber nicht nur schneller altern, sondern führt über Entzündungsreaktionen auch zu einer permanenten Freisetzung von Histamin.
Steierische Kürbiskerne enthalten 2,77mg Mangan je 100g. Das sind bereits 138,40% der empfohlenen Tagesmenge! So helfen Kürbiskerne nicht nur bei der Reduzierung von Entzündungsreaktionen und unterstützen damit die Senkung des Histaminspiegels, sondern leisten auch ihren Beitrag, damit wir morgen nicht älter aussehen als wir uns heute fühlen.

Worauf kommt es bei Kürbiskernen an?

Das Potential, das Kürbiskerne in einer Histamin-beachtenden Ernährung spielen können, ist dir jetzt wahrscheinlich klar. Worauf du bei Kürbiskernen achten solltest, das will ich dir am Beispiel unserer Bio-Kürbiskerne aus der Steiermark erklären.
Meiner Meinung nach gehören Kürbiskerne aus der Steiermark schon geschmacklich zu den besten Kürbiskernen, die man finden kann - das bestätigen uns auch viele fleißige Knabberer regelmäßig.
Aber Geschmack ist natürlich subjektiv. Objektiv kann man sagen, dass die besonderen Wachstumsbedingungen in der "Toskana von Österreich" dafür sorgen, dass die steierischen Kürbiskerne besonders reich an wertvollen Mineralstoffen sind. Das liegt unter anderem an der Bodenqualität und dem besonderen Klima in der Steiermark.
In Laboruntersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass Kürbiskerne einen niedrigen Histidin-Gehalt haben. Das macht diese auch bei Histaminintoleranz zum idealen Knabberspaß.
Auf folgende Punkte solltest du besonders achten:

  • BIO-Zertifizierung
  • Keine künstlichen Aromen / Zusatzstoffe
  • Vegan
  • Keine "unnötigen" Zusatzstoffe
Genau deshalb findest du in unseren Tütchen mit Kürbiskernen auch nur zwei Dinge: Kürbiskerne und eine Prise Ursalz für den geschmacklichen Kick. Das Ursalz sorgt übrigens ganz nebenbei auch dafür, dass du deinen Elektrolythaushalt schonend unterstützt.
Unsere Leobellvis Kürbis-Knabberkerne werden zertifiziert biologisch angebaut, selbst von unserem Kürbisbauern geerntet und über Holzfeuer schonend manuell geröstet. Weil diese Kerne für uns das Beste sind, was wir dir anbieten können, kaufen wir auch nicht von anderen Erzeugern zu.

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass Kürbiskerne ein passendes Powerfood sind, das speziell auch für Menschen geeignet ist, die unter einer Histaminintoleranz leiden. Im Gegensatz zu manch anderem Superfood müssen Kürbiskerne für dich auch nicht über den Seeweg auf Kosten der Umwelt transportiert werden, sondern können direkt von unseren österreichischen Nachbarn bezogen werden.
Reich an Magnesium, Zink, Calcium und Mangan können sie dir helfen, deinen Histaminhaushalt positiv zu beeinflussen.





Autor: Martin Ostermaier
Martin Ostermaier Geschäftsführer Leobellvis GmbH und Heilpraktiker und Therapeut für Stoffwechsel und Hormontherapie Schwerpunkt Histaminintoleranz

Der Geschäftsführer von Leobellvis mit viel Know how...

Martin ist nicht nur ein Teil der Geschäftsführung und Mitgründer der Leobellvis GmbH.
Seine langjährige Tätigkeit als Therapeut in eigener Praxis, sein fundiertes Wissen zu allem, was mit Stoffwechsel, Histaminintoleranz und Diagnostik zu tun hat, ist er nicht nur ein gefragter Vortragsredner, sondern steht mit seinem gesamten Wissen sehr gerne auch für unsere Kunden zu Verfügung.
Du hast Fragen? Wir sind für Dich da.
 

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